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Schachklassiker - Meilensteine der Schachliteratur Eine Buchreihe aus dem Jens-Erik Rudolph Verlag

Dr. Max Lange:
"Paul Morphy - Sein Leben und Schaffen"

Lange: Paul Morphy

Der Amerikaner Paul Morphy (1837-1884) war einer der außergewöhnlichsten Schachspieler des 19. Jhdt. Bereits bei seinem ersten öffentlichen Auftreten errang der jugendliche Meister in spektakulärer Weise die amerikanische Schachkrone. Nur kurze Zeit später eroberte er auch Europa. Auf seiner legendären Reise nach London und Paris in den Jahren 1858/1859 besiegte er zahlreiche der angesehensten Spieler der alten Welt. Er galt danach allgemein als stärkster Spieler seiner Zeit. Doch so schnell er den Olymp erklommen hatte, so schnell verschwand er auch wieder von der Schachbühne. Nach seiner Rückkehr nach Amerika spielte er nur noch wenige Partien und wandte sich schließlich gänzlich von dem Spiel ab, welches er so meisterhaft beherrschte. Neben seinem ungewöhnlichen Werdegang, faszinierte Paul Morphy insbesondere durch seine attraktive Spielweise. Er bemühte sich immer um eine schnelle Figurenentwicklung und suchte stets die Initiative, zu deren Erlangung er auch materielle Nachteile nicht scheute. Außerdem beeindruckte er sein Publikum durch außergewöhnliche Leistungen im Blind-, Simultan- und Vorgabespiel.

Dieser Neuausgabe liegt das ungekürzte Original von 1894 zugrunde. Es wurde typografisch komplett überarbeitet und einem modernen Layout zugeführt.

Über den Autor:
Dr. Max Lange (1832-1899) war ein Zeitgenosse von Morphy. Er war einer der stärksten deutschen Schachspieler. Darüber hinaus publizierte er mehrere erfolgreiche Schachbücher und war langjähriger Herausgeber der Deutschen Schachzeitung.

Buchdaten:

  • Autor: Dr. Max Lange
  • Titel: "Paul Morphy - Sein Leben und Schaffen"
  • Bd. 5 der "Schachklassiker"
  • Überarbeitete Neuausgabe des Originals von 1894
  • 324 Seiten
  • Paperback:
    ISBN: 978-3-941670-04-4
    Preis: 22,90 EUR
  • Hardcover:
    ISBN: 978-3-941670-05-1
    Preis: 32,90 EUR
  • Jens-Erik Rudolph Verlag (Oktober 2009)

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Rezensionen:

  • "Wer braucht noch alte Schachbücher? Wozu soll man die Partien der Meister von vor 150 Jahren studieren? Die Eröffnungen spielt eh keiner mehr und spätestens die hinzugezogenen Blechkisten zeigen uns bei jeder Partie ein gutes Dutzend Wege, wie beide Seiten besser spielen konnten. Und schließlich steht Kasparows "Vorkämpfer"-Serie im Regal und beruhigt unser Gewissen hinsichtlich etwaiger Zweifel unsere schachliche Allgemeinbildung betreffend. Und dennoch erscheint eine neue Serie mit dem klangvollen Namen "Schachklassiker" auf dem Markt! Der Hamburger Informatiker, Schachliebhaber und nun auch Herausgeber, Jens-Erik Rudolph hat seinen eigenen Verlag gegründet. Neben Tarraschs "Das Schachspiel" und "Der Schachwettkampf Lasker-Tarrasch", Retis "Die neuen Ideen im Schachspiel" und Nimzowitschs "Blockade" liegt nun auch "Paul Morphy" von Max Lange vor. Mit komplett neuem Layout und vielen zusätzlichen Diagrammen wurde die Lesbarkeit deutlich erhöht, inhaltlich wurde alles beim alten belassen. Max Lange stellt seinen Helden und dessen gesamtes schachliches Leben vor, wie es nur ein Zeitzeuge kann. Voller Bewunderung für Morphy schildert der Autor die Anfänge in Amerika und vergisst dabei auch nicht die Einflüsse darzustellen, die Morphys Erscheinen für das Schachspiel in den Vereinigten Staaten nach sich zog. Kasparow beschränkt sich in seinem ersten "Vorkämpfer-Band" auf 13 Seiten und ein paar Partien, Max Lange gönnt dem amerikanischen Phänomen in der neuen Auflage 315 Seiten und exakt 400 Partien, die nahezu alle kommentiert sind. Nur grobe Schreibfehler wurden dabei korrigiert, die Analysen blieben unangetastet. Dadurch bleiben natürlich die schachlichen Unzulänglichkeiten, die das computerlose Zeitalter mit sich bringt, bestehen. Doch unabhängig davon, ob heute irgendein Siliziumhirn herausfindet, dass eines der zahlreichen Opfer, die Morphy auf das Brett zauberte, vielleicht nicht ganz korrekt ist bleiben seine Partien eine Fundgrube und eine Inspiration für jeden Schachspieler, der auf der Suche nach neuen Ideen und Angriffsführungen ist. Neben den Partien gegen die Größen seiner Zeit, fallen vor allem die vielen Blind- und Vorgabepartien ins Auge, die Morphy so brillant führte. Amüsant daneben, dass im Wettkampf Morphy-Anderssen in Paris 1858 nicht die Farben, sondern nur das Zugrecht getauscht wurde, in der Hälfte der Partien eröffnete also Schwarz die Partie. Max Langes Biographie bleibt ein Juwel, ein Werk, dass dem großen Meister Morphy vollauf gerecht wird und bis heute eine Bereicherung für jedes Bücherregal ist, auch und gerade wegen des "klassischen" Inhalts. Die "Schachklassiker-Serie" von Jens-Erik Rudolph wird fortgeführt, neben der Überarbeitung von zeitlosen Werken, sollen in Zukunft auch neue Schachbücher herausgebracht werden. Behalten wir die Entwicklung des jungen Verlages im Auge!"
    (Andreas Albers, Zeitschrift Schach 2/2010, S.70)

  • "AMERIKANISCHES GENIE
    Jeder, der sich mit Schach beschäftigt, kennt den Namen Paul Morphy. Der Amerikaner galt Mitte des 19. Jahrhunderts als der stärkste Spieler der Welt, den Titel Weltmeister gab es damals noch nicht. Wenige wissen dagegen, dass sein schachliches Dasein nur ein paar Jahre währte. Nachdem er von seinem Siegeszug durch Europa 1858/59 in sein Heimatland zurückgekehrt war, spielte das Schach mit Ausnahme einiger privater Begegnungen praktisch keine Rolle mehr für ihn. Da war er gerade mal 21. Man ist an seinen Landsmann Fischer erinnert (andere vielleicht auch an Rimbaud), der auf der Höhe seines Triumphes das Turnierschach ad acta legte. Vieles von dem, was wir bis heute wissen, stammt von Dr. Max Lange, der das Leben des Amerikaners aufgezeichnet hat. Das Buch ist im Original längst vergriffen. Aber jetzt hat der Jens-Erik Rudolph Verlag einen schönen Reprint veröffentlicht. Es ist nach Werken von Tarrasch, Reti und Nimzowitsch der mittlerweile fünfte Klassiker, dem der Verlag zu neuem Leben verhilft. Das Pathos in der Sprache Langes ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber die 400 Partien Morphys sind beeindruckend. Das Genie war seinen Zeitgenossen haushoch überlegen, weil er die positionellen Grundlagen der zu jener Zeit vorherrschenden Taktik verstand. Insbesondere seine mit großer Leichtigkeit vorgetragenen Kombinationen haben ihren Reiz bis heute nicht verloren. Biographisch ging es nach der ruhmvollen Europareise bergab, um es lakonisch auszudrücken. Zunächst versuchte er sich erfolglos in Jura. Später gab er sich Dank des Vermögens seiner Eltern ganz dem Müßiggang hin. Er zog sich immer mehr aus der Gesellschaft zurück, litt zunehmend unter Verfolgungswahn und starb im Alter von nur 47 Jahren, schon geistig umnachtet, an einem Herzinfarkt in der Badewanne."
    (Harry Schaack, Kulturelles Schachmagazin KARL 4/2009, S.62 )

  • "Klassiker der Schachliteratur sind heutzutage nur schwer erh"auml;ltlich, da diese entweder vergriffen oder, von den Sammlern begehrt, rasch bei eBay oder alternativen Angeboten zu entsprechenden Preisen den Besitzer wechseln. Um allen Schachfreunden eine Chance zu geben, hat es sich Jens-Erik Rudolph mit der Reihe "Schachklassiker" zur Aufgabe gemacht, sogenannte Meilensteine der Schachliteratur neu aufzulegen. Das vorliegende Exemplar ist Band 5 und beherbergt die überarbeitete Neuauflage des Originals von 1894. Dabei ist es wichtig anzumerken, dass es sich nicht nur um einen schnöden Reprint handelt, sondern das Buch sowohl typografisch, wie auch in Bezug auf die Lesbarkeit oder Anzahl der Diagramme im Rahmen der besseren Lesbarkeit überarbeitet wurde. Bis auf offensichtliche Irrtümer wurde das Original demzufolge (erfreulicherweise) nicht verändert, sodass dem "Nacherleben" der (Lebens)Geschichte Morphys nichts im Wege steht. Der Autor Dr. Max Lange (1832-1899) galt als einer der stärksten Spieler seiner Zeit in Deutschland, der auf zahlreiche Publikationen und die jahrelange Herausgabe der Schachzeitung zurückblicken konnte. Er skizzierte den ungewöhnlichen Weg von Paul Morphy beginnend mit der Jugendzeit (1849), über seinen Sieg in New York (1857) hin zu seiner eindrucksvollen Europareise (1858-1859) bis zu seinen wenigen Partien in der Zeit danach. Die Analysen sind erfreulicherweise im Original erhalten geblieben, was einen unverfälschten historischen Eindruck ermöglicht. Natürlich wirft Lange auch Blicke über die Schulter und beleuchtet das zum Teil tragische Leben außerhalb des Schachbretts. Als Bonmot dieser Auflage gibt es noch 35 Partien, die von zahlreichen Historikern entdeckt wurden und im Original nicht enthalten sind. Für mich ist dieser Band für jeden Schachliebhaber eine Kaufempfehlung, da sowohl der historisch interessierte Schachfreund, wie auch jener, der an vielseitigem Partiematerial interessiert ist, auf seine Kosten kommt!"
    (Frank Große, schachtraining.blog.de, 08.01.2010)


Die Schachklassiker-Titel sind überall im Buchhandel erhältlich.

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