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Schachklassiker - Meilensteine der Schachliteratur Eine Buchreihe aus dem Jens-Erik Rudolph Verlag

Richard Reti:
"Die Meister des Schachbretts"

Reti: Die Meister des Schachbretts

"Die Meister des Schachbretts" ist ein außergewöhnliches Lehrbuch. Der Autor Richard Reti konzipierte es als Partiensammlung, in welcher er in chronologischer Reihenfolge die Meister von Anderssen bis hin zum damaligen Weltmeister Aljechin porträtierte. Gleichzeitig erarbeitete Reti eine Ideengeschichte des Schachspiels. Er hatte bereits frühzeitig erkannt, dass man sich mit der historischen Fortentwicklung des Schachspiels befassen sollte, um zu einem besseren Schachverständnis zu gelangen. In den hervorragenden Partiekommentaren widmete sich Reti vor allem den zugrundeliegenden Plänen und Ideen und vermittelte dem Leser so auf verständliche Weise sein tiefes Wissen. Die Konzeption des Buches wird aus folgendem Zitat deutlich: "Es steckt viel mehr schachliche Wahrheit in den Ideen, als in den Varianten. Obwohl man diese Schwarz auf Weiß in dicken Büchern, die wissenschaftliches Gepräge haben, gedruckt finden kann, erweisen sie sich doch in der Regel nach einigen Jahren, manchmal sogar schon, ehe sie aus der Presse kommen, als falsch. Wer dagegen den Geist der Eröffnungen richtig versteht, kann Vertrauen haben, daß er auch ohne Variantenkenntnis keine schlechte Partie bekommen wird." (Richard Reti).

Dieser Neuausgabe liegt das ungekürzte Original von 1930 zugrunde. Es wurde typografisch komplett überarbeitet und einem modernen Layout zugeführt.

Über den Autor:
Richard Reti (1889-1929) war einer der führenden Schachmeister seiner Zeit. Neben seinen großen Erfolgen am Schachbrett leistete Reti wichtige Beiträge zur Schachtheorie. Er wurde zu einem der bekanntesten Vertreter der sogenannten "Hypermodernen Schachschule", welche die Theorien der alten Meister anzweifelte und teilweise auf den Kopf stellte.

Buchdaten:

  • Autor: Richard Reti
  • Titel: "Die Meister des Schachbretts"
  • Bd. 6 der "Schachklassiker"
  • Überarbeitete Neuausgabe des Originals von 1930
  • 204 Seiten
  • Paperback: 17,90 EUR
    ISBN: 978-3-941670-09-9
  • Hardcover: 26,90 EUR
    ISBN: 978-3-941670-11-2
  • E-Book: 9,99 EUR
    ISBN: 978-3-941670-23-5
  • Jens-Erik Rudolph Verlag (März 2010)

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Rezensionen:

  • "Chronist seiner Zeit
    Richard Réti war einer der großen Neuerer des Schachs. Das nach ihm benannte Eröffnungssystem, das das Zentrum von den Flanken aus attackiert, war zu seiner Zeit revolutionär. Als einer der führenden Vertreter der "Hypermodernen Schachschule" demonstrierte er in seinen Partien, was zuvor als unspielbar galt. Doch nicht nur seine schachlichen Erfolge, sondern auch seine theoretischen Darlegungen erfreuen bis heute die Leser. Seine Eloquenz macht seine Bücher bis in die Gegenwart zur genüsslichen Lektüre. Eines seiner Werke, "Die Meister des Schachbretts", das kurz nach seinem Tod 1930 erschien, ist jetzt im Jens-Erik Rudolph Verlag im Originaltext - und durch einige zusätzliche Diagramme ergänzt - wiedererschienen. Der Hamburger Publizist bemüht sich seit einiger Zeit, schachliterarisch wertvolle Bücher wieder greifbar zu machen, womit er in die Fußstapfen des Olms-Verlag tritt, dem wir u.a. die Reprints seltener Turnierbücher verdanken. Réti stellt in "Die Meister des Schachbretts" in 24 Kapiteln die wichtigsten Spieler seiner Zeit vor, beginnend mit Adolf Anderssen bis hin zu den Persönlichkeiten seiner eigenen Epoche. Dieses Buch ist nicht nur eine Würdigung der Großen des Schachs, die Réti mit wenigen Ausnahmen persönlich kannte. Vielmehr unternimmt der Autor den Versuch, über die Stilbeschreibung der Meister die Fortentwicklung der Schachtheorie aufzuzeigen. Réti erkennt mit wachem Auge Veränderungen, legt den Status quo dar und formuliert neue Grundsätze. Seine Partiekommentare sind natürlich im Zeitalter der Computer zum Teil überholt und einige seiner Prognosen hat die Zukunft nicht bestätigen können. Grundsätzlich aber findet man selten eine so profunde Darstellung schachtheoretischer Entwicklung. Jedem Kapitel ist eine einleitende Würdigung des Spielers samt einigen biographischen Details vorangestellt. Danach folgen eine oder mehrere Partien, zuweilen Exkurse, falls der Porträtierte besondere Verdienste für ein bestimmtes Eröffnungssystem geleistet hat. Bei der Bewertung der Spieler nimmt Réti aus heutiger Sicht überraschende Akzentuierungen vor. So heißt es über Paul Morphy, dass ihm seine Zeitgenossen "Trockenheit" vorwarfen. "Man verübelte es ihm, dass er um eines lumpigen Bauerngewinnes willen gerne die Damen tauschte." Heute steht der Amerikaner synonym für das klassisch-romantische Schach, damals aber hatte man davon offenbar einen anderen Begriff. Und Réti weiter: "Heute [...] ist das offene Spiel leicht verständlich auch für schwächere Spieler. Aber zu Morphys Zeiten war das noch nicht der Fall, denn ihm, seinen Partien, verdanken wir das Verständnis dafür. Morphys Überlegenheit über seine Zeitgenossen beruht darauf, dass er das Wesen der Stellung richtig erkannte und sich gute Grundsätze zur Behandlung dieser Stellungen geschaffen hat." Über den ersten offiziellen Weltmeister Steinitz fällt Réti das folgende Verdikt: "Steinitz hatte Rivalen wie Anderssen und später Blackburne und Zukertort, die ihm an spezieller Schachbegabung wahrscheinlich alle überlegen waren. Dennoch besiegte er sie alle in Wettkämpfen durch die Tiefe seiner allgemeinen Theorie." Als Hypermoderner grenzt sich Réti gegen Tarrasch ab, dem er vorhält, im Eröffnungskampf den Wert der im Zentrum stehenden Bauern und den Nachteil beengter Stellungen zu überschätzen. Großartig ist die Erklärung des Unterschieds zwischen Rubinstein, der mit 18 Jahren das Schach wie eine Fremdsprache erlernte, und Capablanca, der mit vier Jahren die Züge wie eine Muttersprache in sich aufnahm. Bei einigen seiner Prognosen liegt Réti fehl. über eine der sichersten Eröffnungen des modernen Schachs, der russischen Verteidigung, heißt es: "Die Tatsache, dass Schwarz trotz des Nachteils des Nachzuges nicht auf Verteidigung, sondern auf Gegenangriff spielt, macht dem denkenden Schachspieler, der an die Gerechtigkeit und unerbittliche Logik des Schachs glaubt, diese Spielweise von vornherein verdächtig." Seine missverstandene Deutung der Psychologie im Spiel Laskers, dass jener "durch das Medium der Schachpartie in erster Linie die Psyche des Gegners zu bekämpfen [sucht]", prägte Jahrzehnte das Bild des deutschen Weltmeisters. Erst Robert Hübner konnte diese Behauptung entkräften. Daran wird aber deutlich, wie einflussreich dieses Werk Rétis war. Das theoretische Wissen ist seit der Herausgabe der 1. Auflage erheblich vorangeschritten. Aber die Leidenschaft, mit der Réti seine Ansichten vermittelt, dient noch heute bestens dazu, Eleven für das Schach zu begeistern. Alle Bücher Rétis sind längst Klassiker und zählen wie Nimzowitschs "Mein System" zu den unsterblichen Werken der Schachgeschichte."
    (Harry Schaack, Kulturelles Schachmagazin KARL 2/2010, S.60-61)


Die Schachklassiker-Titel sind überall im Buchhandel erhältlich.

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